Montag, den 23. Oktober 2017

USA wollen Militärausgaben um 10% anheben


US-Politik -

Die mit Abstand höchsten Militärausgaben der USA scheinen noch nicht genug zu sein. US-Präsident Trump plant beim Haushalt Kürzungen an allen Ecken und Enden, um die Einsparungen für mehr Rüstung einzusetzen.


Etat ausgelegt für nationale und öffentliche Sicherheit

Kampfjet

Knapp 10% mehr Militärausgaben geplant

Die Haushaltsausgaben für Militär und Rüstung in den USA sind weltweit mit Abstand die höchsten. Im Jahr 2015 betrugen die Militärausgaben knapp 600 Milliarden US-Dollar (3,3 % des BIP). Auf der zweiten Position landete bereits mit großem Abstand China. Das Land gab rund 215 Milliarden Dollar (1,9 %) für die Rüstung aus. Das Wehretat der Bundesrepublik betrug knapp 40 Milliarden US-Dollar (1,2 %). Das Haushaltsdefizit der USA betrug im Jahr 2015 rund 667 Milliarden US-Dollar.

Die extrem hohen Militärausgaben scheinen für Washington jedoch noch nicht hoch genug zu sein. US-Präsident Donald Trump sprach von einer geplanten "historischen Erhöhung" der Ausgaben um knapp 10 Prozent. Das Budget soll um 54 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Als Ausgleich sollen an anderen Stellen des Etats Kürzungen vorgenommen werden.

An fast allen Bereichen werde es Einsparungen geben, nur nicht im Bereich der Sicherheit. Der Haushalt müsse in gefährlichen Zeiten wie diesen für die nationale und öffentliche Sicherheit ausgelegt sein, aber die Armee sei ausgelaugt. Deshalb müssen die Militärausgaben entsprechend angepasst werden. "Wir müssen wieder Kriege gewinnen", so Trump.

Die Aussagen "Sicherheit" und "Kriege gewinnen" wollen allerdings nicht so recht zusammenpassen.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Syrien: Schuldfrage Giftgaseinsatz interessiert nicht – USA greifen an
Syrien: Schuldfrage Giftgaseinsatz interessiert nicht – USA greifen an

Syrien-Konflikt - Die Schuldfrage über den Giftgas-Einsatz in Syrien scheint nicht zu interessieren. Die USA starteten ihren kurzfristig angekündigten Alleingang bereits in... 

1,8-Tonnen Blindgänger in Augsburg wurde entschärft
1,8-Tonnen Blindgänger in Augsburg wurde entschärft

Augsburg Evakuierung - In Augsburg ist die Gefahr durch den rund 70 Jahre alten hochbrisanten Blindgänger beseitigt worden. Nach der umfangreichen Evakuierung der Augsburger... 

Bundesbürger sollen Lebensmittel für „Katastrophenfall“ bevorraten
Bundesbürger sollen Lebensmittel für „Katastrophenfall“ bevorraten

Krisenfall - Die Bundesbürger sollen künftig für die Lebensmittelvorräte einen "Katastrophenfall" mit einkalkulieren. Die Bundesregierung will die Bevölkerung dazu aufrufen,... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Banken sind die „Leidtragenden“ der EZB-Geldpolitik
Banken sind die „Leidtragenden“ der EZB-Geldpolitik

Investmentbanken - Wieder einmal sind die Banken die Leidtragenden der EZB-Geldpolitik. Die geschundenen Kreditinstitute müssen herbe Einbrüche im Privat- sowie Geschäftskundenbereich... 

Bild: CC0 1.0 Universell

  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf
Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf

US-Konjunktur - Die US-Notenbank Federal Reserve weicht die selbst gesetzten Kritieren für eine weitere Zinsanhebung auf. Nachdem der Währungshüter keine Erklärung für... 

Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen
Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen

Zwangsgelder - Traumgehälter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Derlei hohe Einkommen sorgen offenbar für die erwünschte Linientreue besonders in der Abteilung... 

DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich
DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich

Arbeitsmarkt - Die verstärkte Zuwanderung von Menschen in die Bundesrepublik werde nicht nur Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, sondern sei lt. DIW sogar dringend... 

2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität
2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität

Konjunktur - Erneut stieg die Zahl der Beschäftigten auf ein neues Rekordhoch. Im zweiten Quartal stieg die Erwerbstätigenzahl auf mehr als 44 Millionen Menschen. Über die... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)