Dienstag, den 12. Dezember 2017

USA – Iran: Nach Verwarnung folgten Sanktionen


Iran-Konflikt -

Nur kurz nach einer "Verwarnung" folgte das Verhängen von neuen Sanktionen gegen den Iran. Die USA prangern Teheran an, gegen UN-Resolutionen verstoßen zu haben.


Raketentest innerhalb des eigenen Landes sanktioniert

CIA-Folter

USA reagieren mit zweifelhaften Mitteln

Bei der "offiziellen Verwarnung" des Irans ist es nicht geblieben. Washington verhängte aufgrund eines Raketentests gegen den Iran neue Sanktionen. Von den Repressalien seien zwölf Institutionen und Unternehmen sowie dreizehn Personen betroffen.

Die USA werfen dem Iran vor, mit dem am Wochenende durchgeführten Test einer ballistischen Rakete gegen die Resolution des Uno-Sicherheitsrats verstoßen zu haben. Konkret ginge es um die Resolution 2231, in der dem Iran untersagt werde, ballistische Raketen zu starten, die auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden könnten. Allerdings verfügt der Iran über keinerlei Atomsprengköpfe.


Liegt das Motiv im geplanten Dollar-Ausstieg?

Das Motiv für die von Washington neu verhängten Sanktionen könnten nur vorgeschoben sein. Teheran plant den Ausstieg aus dem US-Dollar. Schon ab dem 21. März wolle der Iran für den Außenhandel den US-Dollar vermeiden und dafür alternative Währungen verwenden. Der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Valiollah Seif, erklärte lt. dem Nachrichtenmagazin PressTV, dass der US-Dollar entweder durch eine gemeinsame Währung oder einem Korb aus anderen offiziellen Währungen ersetzt werden soll.

Einen solchen Ausstieg aus dem sog. Petrodollar unternahm u.a. der irakische Präsident Saddam Hussein. Er ersetzte für den internationalen Ölhandel den Petrodollar mit dem Äquivalent Petroeuro. Nach dem Sturz Saddam Husseins stellten die USA nach erfolgter Übernahme des Iraks den Handel wieder auf Petrodollar um.

Weitere für den Ausstieg aus dem US-Dollar als internationales Zahlungsmittel interessiert sind (bzw. waren) Russland, Syrien, Libyen, Aserbaidschan und Türkei.

Die neu aufflammenden Vorwürfe gegen den Iran erscheinen unter dem Gesichtspunkt des Ausstiegs aus dem US-Dollar einleuchtender als nicht existierende Atomsprengköpfe.



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