Donnerstag, den 22. Februar 2018

Umsetzung Schuldenschnitt für Griechenland gefordert


Griechenlandkrise -

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel fordert die konkrete Umsetzung der vielfach an Griechenland versprochenen Schuldenerleichterungen.


Griechenland steckt in der Schuldenspirale fest

Vermögensaufbau

Schuldenschnitt wird nun konkreter

Die bisherigen "Hilfen" für Griechenland bestanden darin, neue Kredite zu vergeben, damit die alten Kredite samt Zinsen bedient werden können. Aus eigener Kraft kann sich Griechenland nicht mehr aus der Schuldenspirale befreien. Eine Schuldenerleichterung für Athen wurde u.a. vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. Die Kreditgeber fordern von Griechenlands Regierung Reformen und Sparmaßnahmen, zeigten sich aber auch für Schuldenerleichterungen bereit, sofern die Forderungen erfüllt werden.

Die Bundesregierung stemmte sich vehement gegen jegliche Schuldenschnitte zugunsten Griechenlands. Nun forderte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD), die bisher in Aussicht gestellten Schuldenerleichterungen zu konkretisieren. "Immer wieder ist Griechenland eine Schuldenerleichterung versprochen worden, wenn die Reformen durchgeführt werden", so Gabriel zur Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe). Nun sei es an der Zeit, zu diesem Versprechen zu stehen.

Vergangene Woche genehmigte das Griechische Parlament die Umsetzung der erneut von den Gläubigern verlangten Reformen. Darunter sind Steuererhöhungen und Rentenkürzungen. Am Montag trifft sich die Eurogruppe (Finanzminister der Euroländer), um über die Freigabe der nächsten Tranche in Höhe von sieben Milliarden Euro aus dem dritten Kreditprogramm zu beraten.



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