Sonntag, den 20. August 2017

Umfrageergebnisse SPD: Zweifel werden lauter


Bundespolitik -

Der kometenhafte Aufstieg der Sozialdemokraten mit Martin Schulz auf dem Pilotensitz erscheint wie eine abenteuerliche Geschichte. Kommen die Medien dem Senkrechtstarter kaum noch hinterher, oder sind diese sogar nur das Zugpferd mit Schulz am Schlepptau? Die Zweifel an den Umfrageergebnissen werden lauter.


Senkrechtstarter Schulz: Top oder Mär?

Bundestagswahl

SPD überrundet CDU/CSU - Surreal?

So manchem politisch interessierten Wähler wird der kometenhafte Aufstieg der SPD samt bzw. dank des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz wie ein Märchen aus 1000 und 1 Nacht vorkommen. Für SPD-Anhänger "zu schön um wahr zu sein". Lt. der letzten Insa-Umfrage für die BILD überflügelte die SPD die CDU/CSU bei einem Wählerzuspruch von 31 Prozent sogar um 1 Punkt.

Es gibt Zweifel über die Wahrhaftigkeit dieser sagenumwobenen repräsentativen Wählermeinungen. So glaubt auch Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitut Mentefactum, nicht so recht an den Bestand des Senkrechtstartes der SPD. "Ich glaube dem nicht wirklich", so Schöppner zur Berliner Zeitung (Dienstagsausgabe). Kanzlerkandidat Martin Schulz spreche zwar offenbar mehrere Wählergruppen an, aber "durch Nichts-Tun kann man nicht einen so schnellen Meinungsumschwung erreichen".

Schöppner glaube nicht daran, dass die SPD stärker werden könne als die Union und dies gelte auch bei der Bundestagswahl.

Die SPD weise im Süden und im Osten des Landes notorische Schwächen auf. Die Kompetenzwerte sprächen ebenso dagegen. Für die SPD seien ggfs. 26 oder 27 Prozent erzielbar, aber "mehr kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen", so Schöppner.



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