Donnerstag, den 23. Februar 2012

Trotz Schulden- und Finanzkrise – Kauflaune überwiegt dem Sparwillen

11. Januar 2012 um 6:02 Uhr - Thema Featured



Umfrage - Bank of Scotland -

Jeder Fünfte will 2012 weniger Geld auf die hohe Kante legen

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Mit 67 Prozent der Befragten wollen zwei Drittel mit einem Gehaltsplus sich lieber einen Konsumwunsch erfüllen, statt z.B. für die Altersvorsorge etwas zur Seite zu legen.

Kauflaune

Lieber Konsumiern statt sparen
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Für 2012 wird zwar nur mit einem leichten Anstieg der Nettolöhne gerechnet, aber die ebenfalls erwartete niedrige Teuerungsrate läßt vorraussichtlich das Real-Einkommen wieder etwas ansteigen. Schulden- und Finanzkrise hin oder her, für den Endverbraucher ist es meist wichtiger und vor allem entscheidend, wieviel im eigenen Geldbeutel zur freien Verfügung übrig bleibt. Wären für 2012 deutliche Lohnsteigerungen zu erwarten, würden sich die Deutschen lieber einen Kaufwunsch erfüllen, anstatt Geld zu sparen oder für die Altersbezüge vorzusorgen.

Die Schuldenkrise kann der Kauflaune der Deutschen offenbar nur wenig anhaben: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger (67 Prozent) würden sich aktuell mit einer Gehaltserhöhung einen Konsumwunsch wie eine größere Anschaffung oder eine Urlaubsreise erfüllen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 63 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland (Mehrfachnennungen möglich). Jeder Fünfte (20 Prozent) gibt zudem an, ein mögliches Einkommensplus von monatlich zehn Prozent brutto für Shoppingtouren oder Restaurantbesuche ausgeben zu wollen. Auch dieser Wert ist seit der Umfrage 2011 (17 Prozent) leicht gestiegen. Leicht gesunken ist hingegen der Anteil der Menschen, die das mit dem Chef ausgehandelte Extra für die private Altersvorsorge nutzen wollen: Aktuell würden 32 Prozent der Deutschen das Geld für den Ruhestand zurücklegen – im Vorjahr planten dies noch 34 Prozent. „Konsumwünsche und Vorsorge müssen sich nicht ausschließen: Wer mit einem Tagesgeldkonto spart, bleibt stets flexibel, wofür er sein Geld verwenden möchte. Bei einem Angebot mit attraktiven Zinsen ergibt sich trotz Inflation sogar ein Mehrwert“ sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland.

Vor allem die Menschen in Schleswig-Holstein und Berlin würden mehr konsumieren

Bank of Scotland

Umfrage BoS und Forsa

Der Vergleich der Bundesländer zeigt, dass die Einwohner Schleswig-Holsteins (77 Prozent) und Berlins (75 Prozent) ein Einkommensplus am ehesten zur Erfüllung eines größeren Konsumwunschs oder für Einkäufe und Restaurantbesuche (23 bzw. 20 Prozent) nutzen würden. Die Menschen in Brandenburg (51 bzw. 17 Prozent) und Sachsen (54 bzw. 20 Prozent) wären dafür weniger empfänglich. In die Altersvorsorge würden besonders die Bayern (43 Prozent) und Sachsen (40 Prozent) den Lohnzuwachs fließen lassen, während die Einwohner des Saarlands (22 Prozent) und Sachsen-Anhalts (23 Prozent) am wenigsten für diesen Verwendungszweck übrig hätten. Neben Konsumwünschen und Altersvorsorge geben 22 Prozent der Bundesbürger an, dass sie ein Gehaltsplus zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts nutzen würden, da sie mit ihrem bisherigen Einkommen kaum über die Runden kommen. Sechs Prozent würden das Geld in die eigene Aus- oder Weiterbildung investieren, fünf Prozent würden es spenden.

Anteil der Menschen, die ein Gehaltsplus für die eigene Altersvorsorge nutzen würden, in:
PositionBundeslandProzent
1Bayern43
2Sachsen40
3Nordrhein-Westfalen37
4Rheinland-Pfalz32
5Hessen30
6Brandenburg29
7Thüringen28
7Mecklenburg-Vorpommern28
7Baden-Württemberg28
10Hamburg27
11Schleswig-Holstein26
12Niedersachen24
12Bremen24
12Berlin24
15Sachsen-Anhalt23
16Saarland22

Quelle: Bank of Scotland / Forsa

Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat die bevölkerungsrepräsentative Umfrage zu den Sparvorsätzen 2012 im Auftrag der Bank of Scotland im Zeitraum 25. Oktober bis 06. November 2011 durchgeführt. Befragt wurden 1.680 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.

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Hinweis: Die Bank of Scotland ist nicht die Royal Bank of Scotland (RBS). Seit dem 19. Januar 2009 ist die Bank of Scotland ein Unternehmen der Lloyds Banking Group plc. Dennoch wird von vielen Interessierten die Bank of Scotland (BoS) mit der Royal Bank of Scotland (RBS) verwechselt.



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Quelle: Bank of Scotland Presse



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