Dienstag, den 17. Oktober 2017

Rundfunkgebühren „GEZ“ werden kräftig steigen


Zwangsabgabe "GEZ" -

Die Haushalte können sich auf eine Anhebung der Rundfunkgebühren in einem "ungewohnt" hohem Ausmaß einstellen. Die "GEZ" wird kräftig steigen. Die KEF kündigte bereits jetzt trotz fehlender Zahlen eine deutliche Gebührenanhebung an.


Anstalten sparen, aber Mehrkosten durch "Technikänderungen"

TV

Unfreiwillige Abgabe trifft jeden Haushalt

Eine Beitragsstabilität werde in der kommenden Gebührenperiode aufgrund der steigenden Kosten nicht möglich sein. Deshalb werde es womöglich zu einer Beitragserhöhung in "ungewohnter Größenordnung" kommen, so der Chef der Kommission für den Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Sender (KEF) Heinz Fischer-Heidelberger zum Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Für die öffentliche Akzeptanz sei es wichtig, den Rundfunkbeitrag möglichst gering zu halten. Allerdings fielen zusätzliche Kosten durch die "Technikveränderungen" an. Dazu zählten "die Ausdehnung der Mediatheken und Telemedien". Dies alles müsse finanziert werden, so Fischer-Heidelberger.

Der KEF-Chef würdigte die Sparbemühungen der öffentlich-rechtlichen Sender. Der Spardruck sei erforderlich, damit Strukturen verändert und neue Aufgaben bewältigt werden können. "Da sind die Anstalten gut unterwegs", so der KEF-Chef.

Genaue Zahlen seien derzeit noch nicht bekannt. Diese können erst angegeben werden, "wenn man weiß, was 2019/2020 auf dem Tisch liegt".

Derzeit müssen alle Haushalte wie auch Unternehmen (auch Landwirte für den Kuhstall) einen monatlichen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro bezahlen und das völlig unabhängig davon, ob empfangsfähige Geräte vorhanden sind. Die Zwangsabgabe zugunsten ARD, ZDF und Deutschlandradio wurde im März 2015 von ehemals 17,98 Euro abgesenkt. Eine Anhebung der ehemaligen "GEZ-Gebühr" gab es zuletzt im Jahr 2009.

Die Verweigerung der Rundfunkgebühren an die nicht rechtsfähige Gemeinschaftseinrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland kann zu Mahnbescheiden, Zwangsvollstreckungen und sogar Beugehaft führen.



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