Dienstag, den 17. Oktober 2017

Quote Kinderarmut durch Zuwanderung angestiegen


Migrationskrise -

Die Kinderarmut sei in den Jahren 2014 und 2015 weiter angestiegen, doch die einheimischen Kinder seien davon nicht betroffen. Die Quote stieg lt. WSI durch die hohe Anzahl der zugewanderten Flüchtlingskinder.


Zugewanderte Kinder erhöhten die Armutsquote

Alleinerziehende

Armutsrisiko für Kinder stieg weiter an

Die Kinderarmut in der Bundesrepublik stieg in den Jahren 2014 und 2015 weiter an. Ende 2015 lag die Quote der von Armut betroffenen Kinder lt. dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) bei 19,7 Prozent und damit um 0,7 Punkte höher als ein Jahr zuvor.

Rund 2,5 Millionen Kinder galten als arm oder armutsgefährdet. Die Schwelle für Armut lag im Jahr 2015 für eine Familie mit zwei Kindern (unter 14 Jahre) bei 1.978 Euro monatlich verfügbares Einkommen.

Zurückzuführen sei der Anstieg sehr wahrscheinlich auf das erhöhte Aufkommen von zugewanderten Kindern. Lt. der Studie stieg der Anteil der selbst zugewanderten Kinder im minderjährigen Alter zwischen den Jahren 2011 und 2015 von 35,7 auf 48,9 Prozent an.

An den einheimischen Kindern sei der Anstieg der Kinderarmut durch die Welle der Flüchtlinge ohne Spuren vorübergegangen. In erster Linie komme es darauf an, dass die zugewanderten Kinder in Sicherheit seien, obwohl das Armutsrisiko in dieser Gruppe extrem hoch sei. Nun bestehe die langfristige Herausforderung darin, "die Eltern von Flüchtlingskindern zu Löhnen und Bedingungen in Arbeit zu bringen, die der gesamten Familie ein Leben über der Armutsgrenze und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen", so Eric Seils, Sozialexperte des WSI.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Mehr Menschen vom sozialen Abstieg unter Armutsgrenze bedroht
Mehr Menschen vom sozialen Abstieg unter Armutsgrenze bedroht

Armutsgefährdung - Immer mehr Menschen in der Bundesrepublik droht der soziale Abstieg unter die Armutsgrenze. Im Jahr 2015 lag die Armutsgefährdungsquote höher als zehn... 

Frauen sorgen sich über die Rente mehr als Männer – Zurecht
Frauen sorgen sich über die Rente mehr als Männer – Zurecht

Rente - Frauen sorgen sich über die Rente mehr als Männer - Zurecht. Für die Altersvorsorge kümmern sich aktiv mehr Männer als Frauen, weil sie es sich finanziell leisten... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Stromkosten 2014 werden zahlreiche Haushalte vor den Ruin stellen
Stromkosten 2014 werden zahlreiche Haushalte vor den Ruin stellen

Risiken Strompreise 2014 - Im Jahr 2014 werden steigende Strompreise die sozial Schwächsten in der Gesellschaft vor erhöhten Herausforderungen stellen. Die Stromkosten steigen... 

Bild: CC0 1.0 Universell
OECD Rentenbericht bescheinigt Deutschlands Desaster
OECD Rentenbericht bescheinigt Deutschlands Desaster

Rentensituation Deutschland - Der jüngste OECD-Rentenbericht verdeutlicht es. Auf die Rentner in Deutschland wartet eine äußerst unangenehme Zeit. Arbeitnehmer und Senioren... 

Bild: CC0 1.0 Universell

  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf
Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf

US-Konjunktur - Die US-Notenbank Federal Reserve weicht die selbst gesetzten Kritieren für eine weitere Zinsanhebung auf. Nachdem der Währungshüter keine Erklärung für... 

Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen
Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen

Zwangsgelder - Traumgehälter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Derlei hohe Einkommen sorgen offenbar für die erwünschte Linientreue besonders in der Abteilung... 

DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich
DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich

Arbeitsmarkt - Die verstärkte Zuwanderung von Menschen in die Bundesrepublik werde nicht nur Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, sondern sei lt. DIW sogar dringend... 

2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität
2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität

Konjunktur - Erneut stieg die Zahl der Beschäftigten auf ein neues Rekordhoch. Im zweiten Quartal stieg die Erwerbstätigenzahl auf mehr als 44 Millionen Menschen. Über die... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)