Samstag, den 21. April 2018

Notenbanken fluten Märkte mit 200 Milliarden USD monatlich


Geldpolitik -

Die Notenbanken fluten im Schatten der inzwischen "inaktiven" Federal Reserve die Finanzmärkte nach wie vor mit monatlich rund 200 Milliarden US-Dollar. Es droht eine globale Welle der Inflation.


Die Aufmerksamkeit ist auf die Fed gerichtet

Devisen

Notenpressen laufen auf Hochtouren

Die (virtuellen) Notenpressen der Notenbanken laufen auf Hochtouren. Während die meisten Investoren lediglich auf die Handlungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) blicken, scheinen sich die anderen Zentralbanken mehr oder weniger im Hintergrund regelrecht auszutoben. Die Geldpolitik der Fed, insbesondere ihr QE-Programm wurden in den Medien rauf und runter diskutiert. Der große Rest der weltweiten Zentralbanken druckt ganz nebenbei zusammen rund 200 Milliarden US-Dollar und zwar Monat für Monat, so Zerohedge.

Die Fed beendete ihre QE-Programm und die Lage an den Finanzmärkten erschien beruhigt. "Alles im Lot, die Krise ist vorbei". Doch die an der Fed angeschlossenen Zentralbanken bringen es nach wie vor auf 2,4 Billionen US-Dollar frisches Geld pro Jahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit derzeit rund 65 Milliarden US-Dollar pro Monat kräftig am Mitmischen. Da nahezu alle Zentralbanken lediglich die Anhängsel der Fed darstellen, laufen die Maßnahmen auf die global durchgesetzte Leitwährung Dollar zurück.

Wer nicht glaubt, dass diese Geldflut eine Inflation auslösen werde, solle auf die Entwicklung in den USA blicken, so Zerohedge. Dort seien die Ziele der Fed bereits in allen vier ihrer Maßnahmen überschritten worden.

In den USA herrsche nach Berücksichtigung der tatsächlichen Kostensteigerungen eine reale Inflation nahe 6 Prozent.

Das Auseinanderdriften zwischen den offiziellen Inflationswerten und den beobachteten bzw. bewussten Konsumenten wird auch in der Eurozone, insbesondere in der Bundesrepublik nicht sehr viel länger unterm Tisch gehalten werden können.

Diese Entwicklung passiert sogar in den Zeiten, in der die Fed die Zinsen anhebt und keine frischen Dollars druckt. Es drohe eine Flutwelle der Inflation.

Ein Blick auf die Preisentwicklung für Gold zeige, wie das Edelmetall gegenüber den wichtigen Währungen beginnt nach oben auszubrechen.



Quelle: zerohedge.com

Weiteres Alarmsignal: Die Deutsche Bundesbank überraschte in ihrem Monatsbericht 04/17 mit einer ungewohnten Offenheit über das Prinzip der Geldschöpfung.



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