Freitag, den 23. Juni 2017

Notenbanken fluten Märkte mit 200 Milliarden USD monatlich


Geldpolitik -

Die Notenbanken fluten im Schatten der inzwischen "inaktiven" Federal Reserve die Finanzmärkte nach wie vor mit monatlich rund 200 Milliarden US-Dollar. Es droht eine globale Welle der Inflation.


Die Aufmerksamkeit ist auf die Fed gerichtet

Devisen

Notenpressen laufen auf Hochtouren

Die (virtuellen) Notenpressen der Notenbanken laufen auf Hochtouren. Während die meisten Investoren lediglich auf die Handlungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) blicken, scheinen sich die anderen Zentralbanken mehr oder weniger im Hintergrund regelrecht auszutoben. Die Geldpolitik der Fed, insbesondere ihr QE-Programm wurden in den Medien rauf und runter diskutiert. Der große Rest der weltweiten Zentralbanken druckt ganz nebenbei zusammen rund 200 Milliarden US-Dollar und zwar Monat für Monat, so Zerohedge.

Die Fed beendete ihre QE-Programm und die Lage an den Finanzmärkten erschien beruhigt. "Alles im Lot, die Krise ist vorbei". Doch die an der Fed angeschlossenen Zentralbanken bringen es nach wie vor auf 2,4 Billionen US-Dollar frisches Geld pro Jahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit derzeit rund 65 Milliarden US-Dollar pro Monat kräftig am Mitmischen. Da nahezu alle Zentralbanken lediglich die Anhängsel der Fed darstellen, laufen die Maßnahmen auf die global durchgesetzte Leitwährung Dollar zurück.

Wer nicht glaubt, dass diese Geldflut eine Inflation auslösen werde, solle auf die Entwicklung in den USA blicken, so Zerohedge. Dort seien die Ziele der Fed bereits in allen vier ihrer Maßnahmen überschritten worden.

In den USA herrsche nach Berücksichtigung der tatsächlichen Kostensteigerungen eine reale Inflation nahe 6 Prozent.

Das Auseinanderdriften zwischen den offiziellen Inflationswerten und den beobachteten bzw. bewussten Konsumenten wird auch in der Eurozone, insbesondere in der Bundesrepublik nicht sehr viel länger unterm Tisch gehalten werden können.

Diese Entwicklung passiert sogar in den Zeiten, in der die Fed die Zinsen anhebt und keine frischen Dollars druckt. Es drohe eine Flutwelle der Inflation.

Ein Blick auf die Preisentwicklung für Gold zeige, wie das Edelmetall gegenüber den wichtigen Währungen beginnt nach oben auszubrechen.



Quelle: zerohedge.com

Weiteres Alarmsignal: Die Deutsche Bundesbank überraschte in ihrem Monatsbericht 04/17 mit einer ungewohnten Offenheit über das Prinzip der Geldschöpfung.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Fed belässt Leitzinsen – Man wolle die Nachhaltigkeit abwarten
Fed belässt Leitzinsen – Man wolle die Nachhaltigkeit abwarten

Fed-Zinspolitik - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) rührte auch im November 2016 die Zinsen nicht an. Man warte noch auf die Nachhaltigkeit der derzeit durchaus positiven... 

Rohölpreise lösten in USA Welle der Firmenpleiten aus
Rohölpreise lösten in USA Welle der Firmenpleiten aus

US-Konjunktur - In den USA setzte eine neue Welle der Firmenpleiten ein. Vor allem die eingestürzten Rohölpreise fegten im ersten Halbjahr 2016 mehr Unternehmen von der Bildfläche... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Fed rührt die US-Leitzinsen im Juli 2016 nicht an
Fed rührt die US-Leitzinsen im Juli 2016 nicht an

US-Konjunktur - Die Federal Reserve (Fed) belässt wenig überraschend die US-Zinsen auf bisherigem Stand. Gelassenheit bei den Finanzmarktteilnehmern. Die US-Notenbank zeigt... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Goldkurs schwächelt vor Brexit-Entscheidung – Fed tanzt weiter
Goldkurs schwächelt vor Brexit-Entscheidung – Fed tanzt weiter

Goldmarkt Juni 2016 - Mit dem Näherrücken von Tag "BreXit" fängt der Goldkurs das Schwächeln an. Am Mittwoch sackte der Goldpreis um gut 20 Dollar ab, offenbar wiederum... 

Bild: CC0 1.0 Universell

  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA
Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA

Kriminalität - In der US-Stadt Chicago wohnen offenbar die "schießwütigsten" US-Bürger in den gesamten USA. Die Mordrate ist hoch, wird aber noch von anderen Städten mit... 

CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung
CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung

Überwachungsstaat - In aller Heimlichkeit will die Bundesregierung die massive Ausweitung der Bevölkerungs-Überwachung per Gesetz ermöglichen. Union und SPD scheuen das... 

Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“
Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“

Goldmarkt Juni 2017 - Der Goldpreis profitiert klar von den Schwächen der "Konkurrenz-Märkte" Öl, Aktien und Devisen. Für einen nachhaltigen Auftrieb dürfte es allerdings... 

Hartz IV Sanktionen: Jobcenter hielten 2 Mrd. Euro zurück
Hartz IV Sanktionen: Jobcenter hielten 2 Mrd. Euro zurück

Grundrechteverletzung - In den vergangenen 10 Jahren hielten die Jobcenter durch das Verhängen von Sanktionen gegen Hartz IV Abhängige knapp 2 Milliarden Euro zurück. Effektives... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)