Mittwoch, den 23. August 2017

Niedrigzinsen entlasteten Haushalt um 146 Mrd. Euro


Finanzmarktkrise -

Die anhaltenden Niedrigzinsen sparten dem Bundesfinanzministerium zwischen den Jahren 2008 und 2016 rund 146 Milliarden Euro Zinslast ein. Damit habe die Bundesrepublik von der Krise besonders stark profitiert.


Entlastung um 23,7 Mrd. Euro alleine im Jahr 2016

Vermögensaufbau

Haushalt wurde nachhaltig entlastet

Das Niedrigzinsniveau bescherte dem Bundeshaushalt in den Jahren 2008 bis 2016 eine Entlastung in Höhe von 146 Milliarden Euro, so das Antwortschreiben des Bundesfinanzministeriums auf die Anfrage der Grünen. Die Antwort liegt dem Handelsblatt vor.

Demnach hatte das Bundesfinanzministerium für das Jahr 2016 41,2 Milliarden Euro für Zinszahlungen veranschlagt. Nach Jahresabschluss blieben davon nur noch 17,5 Milliarden Euro übrig. Die Einsparung betrug alleine im Jahr 2016 23,7 Milliarden Euro. Zwischen den Jahren 2008 und 2016 waren Zinsausgaben in Höhe von 416,2 Milliarden Euro kalkuliert. Unterm Strich wurden jedoch nur 270,5 Milliarden Euro geleistet.

Die Bundesrepublik habe von den Niedrigzinsen kräftig profitiert, "während in Teilen Europas seit Jahren die Krise herrscht", so der haushaltspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Sven-Christian Kindler. Ab dem Herbst müsse eine neue Bundesregierung mehr Geld für Zukunftsinvestitionen und EU-Haushalt bereitstellen. Damit könne Europa aus der Krise geholfen werden, so Kindler.



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