Donnerstag, den 23. November 2017

Neuberechnung CO2-Abgase treibt Kfz-Steuer hoch


Kfz-Steuern -

Die künftig "realitätsnahe" Berechnung von CO2-Abgasen bei Neufahrzeugen wird die Kfz-Steuer in den kommenden Jahren in die Höhe treiben. Die Ankündigung von CDU/CSU, nach der Bundestagswahl auf Steuererhöhungen zu verzichten, ist somit obsolet.


Höhere Kfz-Steuer ab 2018 geplant

Mercedes

Autofahrer müssen tiefer in die Tasche greifen

Der Bund erzielte auch im Jahr 2016 einen wiederholt kräftigen Haushaltsüberschuss. Die Kassen quellen also scheinbar über und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die "Qual der Wahl", was er mit dem überschüssigen Geld anstellen soll. Derzeit steht der Schuldenabbau an höchster Stelle.

Für die CDU und CSU waren die Haushaltsüberschüsse Anlass genug, um für den Zeitraum nach der kommenden Bundestagswahl 2017 einen Verzicht auf Steuererhöhungen anzukündigen.

Beim Bundesfinanzminister scheint nun allerdings ein Sinneswandel einzusetzen. Er kalkuliert mit deutlichen Mehreinnahmen bei der Kfz-Steuer ab dem Jahr 2018. Die Steuereinnahmen sollen bis zum Jahr 2022 um insg. 1,1 Milliarden Euro ansteigen, so der Bericht von Handelsblatt unter Berufung auf Berechnungen des Finanzministeriums. Am Mittwoch will das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf beschließen.

Die Kabinettsmitglieder werden zur Verabschiedung des Entwurfs allerdings keine Berechnungen des Finanzministeriums vorliegen haben. Diese befinden sich nicht in der Vorlage. Das Finanzministerium begründet dies aufgrund der nicht verlässlich bestimmten Einnahmen.

Grund für diesen "Sinneswandel" sei die modifizierte Berechnung der Abgase bei Neufahrzeugen. Diese Berechnung werden der Neuregelung der EU angelehnt und seien daher realitätsnaher. Die Hersteller müssen in Zukunft höhere Abgaswerte angeben. Aufgrund der Bindung der Kfz-Steuer an den CO2-Abgasen müssen Autofahrer mit entsprechend steigenden Kfz-Steuern rechnen.



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