Samstag, den 24. Juni 2017

Nahles-Integrationsprogramm FIM ist ein Flop


Migrationskrise -

Das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles initiierte Integrationsprogramm FIM für Migranten und Flüchtlinge ist offenbar ein Flop. Der Löwenanteil des zugewiesenen Budget soll nun der Verwaltung der Jobcenter zufließen.


Jobcenter erhalten Löwenanteil aus FIM

Jobcenter

240 Millionen Euro zusätzlich für Jobcenter-Verwaltung

Aus der einst ambitioniert wirkenden Maßnahme der Integration von Flüchtlingen und Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt wird wohl nichts werden. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) setzte im Juli 2016 auf die Schaffung von 100.000 Mini-Jobs für Zugewanderte, damit sie möglichst früh erleben, "wie der Arbeitsalltag bei uns aussieht".

Diese erweiterte an der Mindestlohn-Regelung vorbeigehende Initiative mit der Bezeichnung "Flüchtlingsintegrationsmaßnahme" (FIM) der Bundesregierung ist wohl geplatzt. 300 Millionen Euro jährlich seien dem Programm zwischen den Jahren 2017 bis 2019 zugeflossen. Nun zeigt sich lt. Süddeutsche Zeitung (Donnerstag), dass davon das meiste Geld gar nicht gebraucht werde, weil die 100.000 Jobs wohl nur ein Konstrukt der Fantasie bleiben werden.

Lt. Bundesarbeitsministerium wurden demnach bis Ende März 2017 knapp 25.000 Stellen beantragt. Wie viele Mini-Jobs tatsächlich besetzt wurden, sei nicht ersichtlich. Das nun überschüssige Budget von rund 1 Milliarde Euro (inkl. 2016) soll nun den Jobcentern zur Verfügung gestellt werden. Dieser Schritt gehe lt. der Zeitung aus einem Schreiben von Staatssekretär Thorben Albrecht an die zuständigen Ministerien in den 16 Bundesländern hervor.

Ab 2018 sollen 240 Millionen Euro aus dem Mini-Job-Programm für Migranten und Flüchtlinge der Jobcenter-Verwaltung zufließen. Für das einst ambitionierte Integrationsprogramm stehen letztendlich nur noch 60 Millionen Euro zur Verfügung.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung
CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung

Überwachungsstaat - In aller Heimlichkeit will die Bundesregierung die massive Ausweitung der Bevölkerungs-Überwachung per Gesetz ermöglichen. Union und SPD scheuen das... 

Für Migrationskrise rund 1 Mrd. Euro verpulvert?
Für Migrationskrise rund 1 Mrd. Euro verpulvert?

Migrationskrise - Rund 1 Milliarden Euro seien für die Bewältigung der Migrations- und Flüchtlingskrise aus dem Fenster herausgeworfen worden. Das Ergebnis, wenn Treuhänder... 

Organisierter Missbrauch Kindergeld ins EU-Ausland
Organisierter Missbrauch Kindergeld ins EU-Ausland

Kindergeld - Die Bundesrepublik zahlt an im EU-Ausland lebende Kinder die vollen Bezüge des Kindergeldes, obwohl die Bundesregierung von einem organisiertem Missbrauch im großen... 

IWF beharrt auf Schuldenschnitt für Griechenland
IWF beharrt auf Schuldenschnitt für Griechenland

Griechenlandkrise - Der Internationale Währungsfonds und die Bundesregierung stehen in der Frage des Schuldenschnitts für Griechenland nach wie vor auf gegensätzlichen Standpunkten.... 


  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA
Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA

Kriminalität - In der US-Stadt Chicago wohnen offenbar die "schießwütigsten" US-Bürger in den gesamten USA. Die Mordrate ist hoch, wird aber noch von anderen Städten mit... 

CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung
CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung

Überwachungsstaat - In aller Heimlichkeit will die Bundesregierung die massive Ausweitung der Bevölkerungs-Überwachung per Gesetz ermöglichen. Union und SPD scheuen das... 

Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“
Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“

Goldmarkt Juni 2017 - Der Goldpreis profitiert klar von den Schwächen der "Konkurrenz-Märkte" Öl, Aktien und Devisen. Für einen nachhaltigen Auftrieb dürfte es allerdings... 

Hartz IV Sanktionen: Jobcenter hielten 2 Mrd. Euro zurück
Hartz IV Sanktionen: Jobcenter hielten 2 Mrd. Euro zurück

Grundrechteverletzung - In den vergangenen 10 Jahren hielten die Jobcenter durch das Verhängen von Sanktionen gegen Hartz IV Abhängige knapp 2 Milliarden Euro zurück. Effektives... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)