Montag, den 23. Oktober 2017

Migration: Zuwanderung über die Einbahnstraße


Migrationskrise -

Mehr als eine halbe Millionen Zugewanderte mit bereits abgelehntem Asylantrag lebten Ende 2016 im Bundesgebiet und davon die überwiegende Mehrheit schon länger als sechs Jahre.


Abgelehnte Asylanträge führen nicht automatisch zur Ausweisung

Einbahnstrasse

Zuwanderung über die Einbahnstraße

Wer in der Bundesrepublik als vermeintlicher Schutzbedürftiger einreist und dessen Asylantrag mangels Anspruch abgelehnt wird, hat dennoch sehr gute Chancen, sich im Gebiet seiner Wahl für unabsehbare Zeit aufhalten zu können. Mehr als eine halbe Million Zugewanderter, deren Asylantrag abgelehnt wurde, lebten zum Stand Ende 2016 im Bundesgebiet. Bei gut 400.000 Migranten lag die Ablehnung bereits mindestens sechs Jahre zurück.

Die Linksfraktion fragte bei der Bundesregierung nach und diese gab bei ihrer Antwort die Anzahl von 556.499 Migranten an, die sich mit abgelehntem Asylantrag zum 31.12.2016 im Bundesgebiet aufhielten, wie Welt am Sonntag berichtete. Davon waren 404.471 Zugewanderte bereits länger als sechs Jahre im Gebiet.

Die meisten der abgelehnten Asylbewerber kommen aus der Türkei (76.919 Migranten). Weitere stark vertretene Gruppen stammen aus dem Kosovo (68.114) und Serbien (49.746). Aus Afghanistan kommen 32.784 abgelehnte Asylbewerber.

Von der über eine halbe Million abgelehnten Asylbewerber haben 46,1 Prozent ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Einem guten Drittel (34,5 %) wurde ein befristetes Aufenthaltsrecht zugesprochen.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Wulst an Bürokratie kostet der Wirtschaft Milliarden
Wulst an Bürokratie kostet der Wirtschaft Milliarden

Wirtschaft - Während produktive Arbeit Werte schafft, sorgt ein Wulst an Bürokratie für deren Vernichtung und weitere Kosten. Die deutsche Wirtschaft ist lt. Destatis durch... 

CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung
CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung

Überwachungsstaat - In aller Heimlichkeit will die Bundesregierung die massive Ausweitung der Bevölkerungs-Überwachung per Gesetz ermöglichen. Union und SPD scheuen das... 

Für Migrationskrise rund 1 Mrd. Euro verpulvert?
Für Migrationskrise rund 1 Mrd. Euro verpulvert?

Migrationskrise - Rund 1 Milliarden Euro seien für die Bewältigung der Migrations- und Flüchtlingskrise aus dem Fenster herausgeworfen worden. Das Ergebnis, wenn Treuhänder... 

Organisierter Missbrauch Kindergeld ins EU-Ausland
Organisierter Missbrauch Kindergeld ins EU-Ausland

Kindergeld - Die Bundesrepublik zahlt an im EU-Ausland lebende Kinder die vollen Bezüge des Kindergeldes, obwohl die Bundesregierung von einem organisiertem Missbrauch im großen... 


  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf
Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf

US-Konjunktur - Die US-Notenbank Federal Reserve weicht die selbst gesetzten Kritieren für eine weitere Zinsanhebung auf. Nachdem der Währungshüter keine Erklärung für... 

Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen
Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen

Zwangsgelder - Traumgehälter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Derlei hohe Einkommen sorgen offenbar für die erwünschte Linientreue besonders in der Abteilung... 

DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich
DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich

Arbeitsmarkt - Die verstärkte Zuwanderung von Menschen in die Bundesrepublik werde nicht nur Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, sondern sei lt. DIW sogar dringend... 

2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität
2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität

Konjunktur - Erneut stieg die Zahl der Beschäftigten auf ein neues Rekordhoch. Im zweiten Quartal stieg die Erwerbstätigenzahl auf mehr als 44 Millionen Menschen. Über die... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)