Sonntag, den 20. August 2017

Migration: Zuwanderung über die Einbahnstraße


Migrationskrise -

Mehr als eine halbe Millionen Zugewanderte mit bereits abgelehntem Asylantrag lebten Ende 2016 im Bundesgebiet und davon die überwiegende Mehrheit schon länger als sechs Jahre.


Abgelehnte Asylanträge führen nicht automatisch zur Ausweisung

Einbahnstrasse

Zuwanderung über die Einbahnstraße

Wer in der Bundesrepublik als vermeintlicher Schutzbedürftiger einreist und dessen Asylantrag mangels Anspruch abgelehnt wird, hat dennoch sehr gute Chancen, sich im Gebiet seiner Wahl für unabsehbare Zeit aufhalten zu können. Mehr als eine halbe Million Zugewanderter, deren Asylantrag abgelehnt wurde, lebten zum Stand Ende 2016 im Bundesgebiet. Bei gut 400.000 Migranten lag die Ablehnung bereits mindestens sechs Jahre zurück.

Die Linksfraktion fragte bei der Bundesregierung nach und diese gab bei ihrer Antwort die Anzahl von 556.499 Migranten an, die sich mit abgelehntem Asylantrag zum 31.12.2016 im Bundesgebiet aufhielten, wie Welt am Sonntag berichtete. Davon waren 404.471 Zugewanderte bereits länger als sechs Jahre im Gebiet.

Die meisten der abgelehnten Asylbewerber kommen aus der Türkei (76.919 Migranten). Weitere stark vertretene Gruppen stammen aus dem Kosovo (68.114) und Serbien (49.746). Aus Afghanistan kommen 32.784 abgelehnte Asylbewerber.

Von der über eine halbe Million abgelehnten Asylbewerber haben 46,1 Prozent ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Einem guten Drittel (34,5 %) wurde ein befristetes Aufenthaltsrecht zugesprochen.



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