Montag, den 26. Juni 2017

Kosten für Wohnung bis über 40% des Haushaltbudgets


Lebenshaltungskosten -

Die Privathaushalte gaben im Jahr 2015 im Schnitt knapp 2.400 Euro pro Monat für Konsumausgaben aus. Die Kosten für Wohnung, Energie und Wohnungsinstandhaltung nahmen je nach Anzahl der Personen bis über 40 Prozent ein.


Singles leben im Verhältnis am teuersten

Geldbeutel

Mehr als ein Drittel aller Kosten für 4 Wände

Im Jahr 2015 kosteten in der Bundesrepublik Wohnen, Energie und Instandhaltung einer Wohnung im Durchschnitt 859 Euro im Monat. Damit beanspruchte dieser monatliche Fixposten vom verfügbaren Haushaltsbudget einen Anteil von 36 Prozent, wie die Statistikbehörde am Montag mitteilte.

Mit der Größe des Haushaltes nimmt der Anteil der Ausgaben ab, so Destatis. Ein Single-Haushalt benötigte im Jahr 2015 für die Wohnung im Durchschnitt 628 Euro pro Monat, bzw. 41 Prozent der verfügbaren Mittel. Zweipersonen-Haushalte gaben im Schnitt 961 Euro pro Monat aus, bzw. 35 Prozent des Budgets. Die Wohnungskosten für ein Vierpersonen-Haushalt beliefen sich im Durchschnitt auf 1.183 Euro, bzw. 33 Prozent der Konsumausgaben.

Der Anteil bei Haushalten mit mehr als vier Personen lag bei 1.256 Euro, bzw. bei 31 Prozent.

Die zweitgrößten Posten bei den regelmäßigen Konsumausgaben nahmen Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent ein, gefolgt von Verkehr (13 %). Für die Freizeit, Kultur und Unterhaltung gaben die Haushalte fast 11 Prozent des Konsumbudgets aus. Die restlichen rund 27 Prozent fanden Verwendung für Gaststätten- und Beherbergung (z.B. Urlaub), Innenausstattung, Gesundheit, Bildung, Bekleidung, Post und Telekommunikation.

Der Durchschnitt der monatlichen Konsumausgaben pro Privathaushalt beliefen sich im Jahr 2015 auf 2.391 Euro.


Worauf bezieht sich das Existenzminimum gemäß Hartz IV?

Der Statistik nach müssten die Privathaushalte alle in "Saus und Braus" leben, da für die finanziell schlechter gestellten Hartz-IV-Abhängigen Regelsätze gelten, die den Dimensionen ganz und gar nicht entsprechen. Immerhin sollen die Hartz-IV-Sätze das Existenzminimum darstellen, sofern der Betroffene - aus welchen Gründen auch immer - keinen Sanktionen seitens des Jobcenters unterliegt.

Der Regelbedarf eines Alleinstehenden (Kosten außer Miete, Heizung) lag im Jahr 2015 bei 399 Euro pro Monat (bzw. 13,3 Euro pro Tag). Darin enthalten waren für:

  • Bildung 1,52 Euro (5 Cent pro Tag)
  • Nahrung und altkoholfreie Getränke 141,65 Euro (4,72 € pro Tag)
  • Freizeit, Unterhaltung, Kultur 44,05 Euro (1,47 € pro Tag)
  • Nachrichtenübermittlung 35,23 Euro (1,75 € pro Tag)
  • Wohnen, Energie, Wohninstandhaltung 33,36 Euro (1,11 € pro Tag)
  • Innenausstattung, Haushaltsgeräte 30,24 Euro (1 € pro Tag)
  • Verkehr 25,14 Euro (0,84 pro Tag)
  • Gesundheitspflege 17,16 Euro (0,57 € pro Tag)


GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Wachstum: BIP stieg 2016 um 1,9%
Wachstum: BIP stieg 2016 um 1,9%

Konjunktur - Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2016 um 1,9 Prozent. Das Wirtschaftswachstum sei vor allem durch privaten und staatlichen Konsum beflügelt worden. Moderates... 

Wachstum: BIP im 2. Quartal 2016 um 0,4% angestiegen
Wachstum: BIP im 2. Quartal 2016 um 0,4% angestiegen

Konjunktur - Im zweiten Quartal 2016 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 0,4 Prozent an. Bereinigtes... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Bundesbürger leben innerhalb der EU relativ günstig
Bundesbürger leben innerhalb der EU relativ günstig

Preisniveau - In der Bundesrepublik sei das Leben im Vergleich zu vielen anderen EU-Ländern verhältnismäßig günstig. Die Lebenshaltungskosten seien unter dem EU-Durchschnitt. Die... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Konsumenten waren 2015 in bester Kauflaune – 1,9% Zuwachs
Konsumenten waren 2015 in bester Kauflaune – 1,9% Zuwachs

Konjunktur - Die Konsumenten zeigten sich im Jahr 2015 in bester Kauflaune. Die Konsumausgaben stiegen so stark an wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Die Bundesbürger... 

Bild: CC0 1.0 Universell

  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Zwei italienische Großbanken sind geschäftsunfähig
Zwei italienische Großbanken sind geschäftsunfähig

Bankenkrise - Italien könnte in Kürze zwei Großbanken weniger zählen. Die Europäische Zentralbank erklärte zwei Geldhäuser als geschäftsunfähig. Bluten dürfen wieder... 

Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA
Chicago ist „gefährlichste“ Stadt in den USA

Kriminalität - In der US-Stadt Chicago wohnen offenbar die "schießwütigsten" US-Bürger in den gesamten USA. Die Mordrate ist hoch, wird aber noch von anderen Städten mit... 

CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung
CDU/CSU & SPD wollen umfangreiche Bürgerüberwachung

Überwachungsstaat - In aller Heimlichkeit will die Bundesregierung die massive Ausweitung der Bevölkerungs-Überwachung per Gesetz ermöglichen. Union und SPD scheuen das... 

Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“
Gold profitiert von Schwächen der „Konkurrenz-Märkte“

Goldmarkt Juni 2017 - Der Goldpreis profitiert klar von den Schwächen der "Konkurrenz-Märkte" Öl, Aktien und Devisen. Für einen nachhaltigen Auftrieb dürfte es allerdings... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)