Montag, den 28. Mai 2018

Inflation Februar 2018 bei 1,4% – EZB-Erfolg bleibt aus


Konjunktur -

Die Inflationstrate im Bundesgebiet sank im Februar 2018 auf 1,4 Prozent. Der dritte Rückgang in Folge und wohl ein Anlass für die EZB, weder das Anleihekaufprogramm zu drosseln, noch die Zinsen anzuheben.


Zahlmeister werden weiterhin Sparer bleiben

Eurokrise

Erfolg EZB-Maßnahmen bleibt noch aus

Die jährliche Inflationsrate (gemessen am Verbraucherpreisindex) betrug im Februar 2018 nur noch 1,4 Prozent und sank damit zum dritten Mal in Folge. Im November 2017 lag die Teuerungsrate für Konsumtenten noch bei 1,8 Prozent und sank im Dezember und Januar auf 1,7 bzw. 1,6 Prozent ab.

In den vergangenen Monaten dominierte vor allem der Preisanstieg im Energiesektor. Doch dieser preisantreibende Anteil im sog. Warenkorb hat die "Führungsrolle" an den Dienstleistungssektor abgegeben. In dieser Sparte lag die Inflationsrate im Februar 2018 bei 1,6 Prozent, gefolgt von Nahrungsmitteln mit 1,1 Prozent. Energie war lediglich um 0,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) scheinen trotz der massiven Geldschwemme nach wie vor ohne Erfolg zu bleiben, sofern die Anhebung der Inflationsrate auf annähernd 2 Prozent tatsächlich das erklärte Ziel sein sollte. Bis September 2018 plant derzeit die EZB die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms. Eine weitere Verlängerung der ultralockeren Geldpolitik ist durchaus möglich. Dementsprechend dürfte auch das Anheben des allgemeinen Zinsniveaus ausbleiben. Während die Kreditzinsen inzwischen schon wieder etwas anziehen, bleibt die Anhebung von Renditen für klassische Geldanlagen jedoch aus.

Der Zahlmeister für die seit 2007 eigentlich nie beendete Eurokrise bleibt der Sparer. Gewinner ist u.a. der Fiskus mit den aufgrund niedriger Zinsen eingesparten Milliarden.



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