Montag, den 23. Oktober 2017

ifo Institut korrigiert Prognosen 2017 & 2018 deutlich nach oben


Konjunktur -

Das Münchner ifo-Institut korrigierte im Juni 2017 die bisher gestellten Prognosen zur deutschen Wirtschaft für das laufende und kommende Jahr deutlich nach oben.


Neue Prognose bis zur nächsten Korrektur

Prognose

Nächster Weitblick nach Momentaufnahme

"Anders als ursprünglich erwartet". So auch die bisherigen Einschätzungen des Münchner ifo-Instituts zur künftigen Entwicklung der Konjunktur. Das Institut korrigierte die Prognosen nach einer erneuten Momentaufnahme der vorliegenden Daten deutlich nach oben.

Die deutsche Wirtschaft werde demnach in den Jahren 2017 und 2018 nicht nur deutlich stärker zulegen als erwartet, sondern auch für einen neuen Rekord bei der Beschäftigtenzahl sorgen. Bis Ende 2017 werde die deutsche Wirtschaft voraussichtlich um 1,8 Prozent ansteigen und nicht wie bisher "berechnet" um 1,5 Prozent. Im Jahr 2018 werde die Konjunktur lt. ifo-Institut nicht um 1,7 Prozent sondern um 2,0 Prozent zulegen.

"Die deutsche Wirtschaft ist stark und stabil. Wir erleben gerade ein so kräftiges erstes Halbjahr, dass uns der Schwung bis ins kommende Jahr trägt", so der Leiter der ifo Konjunkturforschung Timo Wollmershäuser. Getragen werde der Aufschwung insbesondere von der Bauwirtschaft der Binnenkonjunktur und dem Konsum. Der Aufschwung im Euroraum sorge für einen zusätzlichen Antrieb für die deutsche Industrie. Die Exporte werden kräftig steigen.

Die vom ifo Institut befragten Unternehmen beurteilten die Aussichten als "so glänzend wie noch nie seit 1990".

Das Institut schätzt die Zahl der Beschäftigten auf 44,2 Millionen im Jahr 2017 und auf 44,6 Millionen im kommenden Jahr. Die Arbeitslosenzahl werde von derzeit 2,7 Millionen auf 2,5 Millionen bis Ende dieses Jahres und auf 2,4 Millionen Ende nächsten Jahres sinken. Damit wäre eine Arbeitslosenquote von nur noch 5,5 Prozent im Jahr 2018 erreicht.

Auf der anderen Seite werden die Preise lt. Einschätzung des Instituts stärker anziehen als bisher angenommen. Die Inflationsrate steige von 0,6 Prozent auf 1,7 Prozent im Jahr 2017 und 1,6 Prozent im kommenden Jahr an. Der Haushaltsüberschuss des Bundes, der Länder und der Kommunen sinke von 26,4 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 19,1 Mrd. in diesem Jahr. Ende 2018 werde der Überschuss auf 22,9 Mrd. Euro ansteigen.



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