Samstag, den 24. Juni 2017

ifo-Index Mai 2017: Chef-Etagen versprühen Optimismus


Konjunktur -

Die Chef-Etagen der vom Münchner ifo-Institut befragten Unternehmen zeigten sich im Mai 2017 in Rekord-Laune. Der Index für die Einschätzung der aktuellen und der künftigen Geschäftsklage kletterte erneut nach oben.


Lediglich der Einzelhandel verlor an Zuversicht

Wachstum

Rekord-Gute-Laune im Mai 2017

Im Mai 2017 stieg der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts auf einen noch nie erreichten Höchstwert. Es herrsche "Champagnerlaune" in den Managerabteilungen der deutschen Unternehmen. Der Wert stieg im Mai von 113,0 auf 114,6 Punkte an (saisonbereinigt).

Die Chef-Etagen der befragten Firmen sehen demnach die aktuelle Lage wie auch die Erwartungen in die nächsten Monate deutlich optimistischer.

Mit der Laune der Firmenleitungen und weiteren wichtigen Konjunkturindikatoren werde ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent im zweiten Quartal 2017 wahrscheinlicher.

Die Geschäftslage im Verarbeitenden Gewerbe sei auf den höchsten Wert seit Juli 2011 angestiegen. Der Index stieg entsprechend mit in die Höhe. Die Erwartung sei ebenfalls deutlich optimistischer ausgeprägt als noch im vergangenen Monat. Von sehr guten Geschäften sprachen vor allem die Branchen der Hersteller von Investitionsgütern. Für Aufträge sei gesorgt und die Motivation für Investitionen steige an. Voraussichtlich dürften die Preise anziehen, so das ifo-Institut.

Der Großhandel hatte einen großen Anteil am gesteigerten Geschäftsklimaindex, vor allem durch die zuversichtlichere Erwartungshaltung. Im vergangenen Monat stellte der Großhandel einen Rekord in der Bewertung der aktuellen Lage auf. Dieses Niveau konnte im Mai nicht mehr gehalten werden. Weniger optimistisch zeigte sich der Einzelhandel. Die Indizes für die aktuelle Lage sowie die Erwartungshaltung wurden nach unten korrigiert.

Dafür steigerte das Bauhauptgewerbe den Index um ein weiteres Mal. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich auf ein Rekordniveau seit 1991. In der Erwartungshaltung blieben die befragten Unternehmen auf gleich hohes Niveau.



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