Freitag, den 23. Juni 2017

Griechenlandkrise: IWF ermahnt zu Glaubwürdigkeit


Griechenland-Krise -

Der Internationale Währungsfonds ermahnt die Eurozone zu mehr Glaubwürdigkeit bei den Maßnahmen zur Griechenlandrettung. Die Schuldenlast sei auf lange Sicht. explosiv.


Unhaltbar hohe Schulden belasten Griechenland

Griechenlandkrise

Griechenlandkrise brodelt wieder hoch

Alte und nie beendete sowie neue Probleme in der Eurozone brodeln hoch. Griechenlands horrende Schuldenlast wurde für einige Wochen medial im Untergrund gehalten. Für Ersatz sorgte die Banken- und Regierungskrise in Italien. Mit dem Einrichten eines Rettungsfonds von bis zu 20 Milliarden Euro aus Steuermitteln durch die italienische Regierung wurde zumindest der Oberflächenbrand ein wenig gelöscht. Dass obendrein mit dem Segen der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die erste seit Anfang 2016 geltenden Statuten des "Bail-In" verstoßen wurde, interessierte überhaupt nicht.

Die katastrophale Lage Griechenlands lässt sich offenbar nicht länger bedeckt halten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) meldete sich mit drastischen Warnungen zu Wort. Griechenland sei von einem Schuldenberg belastet, der "unhaltbar" und auf lange Sicht "explosiv" sei.

Setzte Athen die bei den vereinbarten "Rettungsprogrammen" sämtliche Reformen um, sei das Problem der hohen Staatsverschuldung noch lange nicht aus der Welt geschaffen. Die Eurozone müsse nun "glaubwürdigere" Maßnahmen ergreifen, damit die Schuldenlast verringert werden könne.


IWF ist maßgeblich mitschuldig an Griechenlands Situation

Ausgerechnet der IWF fordert von der Eurozone glaubwürdigere Maßnahmen, nachdem dieser Fonds als Mitglied der "Troika" bei den Berechnungen und Prognosen anlässlich der ersten "Hilfsprogramme" bodenlos daneben gelegen hatte.

Der IWF fordert von den Kreditgebern ein Entgegenkommen, sprich Schuldenschnitt. Selbst aber besteht der Fonds auf die Rückzahlung der eigenen vergebenen Mitteln plus Zinsen auf Heller und Pfennig.

Griechenlands Schuldenquote bewegt sich im Bereich von 170 Prozent des BIP. Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch, besonders in der Altersgruppe der Jugendlichen. Wirtschaftlich kann das Land aufgrund der aufgezwungenen Sparmaßnahmen nichts auf die Reihe bekommen. Das Tafelsilber aus rentablen Staatsbetrieben ist privatisiert bzw. "zwangsverkauft" worden. Alles unter Mitwirkung des IWF und dieser erhebt nun den mahnenden Zeigefinger und fordert zu mehr Glaubwürdigkeit auf.



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