Montag, den 26. Juni 2017

Götterdämmerung für Schulz und seine SPD


Schulz-Hype -

Dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz von der SPD scheint es zu dämmern, dass die Medien scheinbar seinen langsamen Untergang beschlossen haben. Wahllos greift der SPD-Spitzenpolitiker Themen auf und hofiert damit ohne jegliches Konzept.


NRW-Wahl könnte für Schulz und SPD nächsten Dämpfer sein

Robin Hood

Die 'Robin Hood-Nummer' kauft Schulz keiner ab

SPD-Kanzlerkandidat rast für seinen Wahlkampf als "Ritter der Gerechtigkeit" querbeet über die Wiesen der sozialen Themen. Da mit der Geschwindigkeit seiner Fortbewegung die Tiefen-Arbeit kaum möglich ist, verbleibt der Spitzenpolitiker auf seinen Streifzügen naturgemäß nur an der Oberfläche.

Vereinzelte Anpassungen bei Agenda 2010, aber Verteidigung der sich gegen das Grundgesetz stemmenden Hartz IV-Sanktionen.

Im Anschluss folgte die Forderung nach einer Rückkehr zur hälftigen Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Nach Ablauf der ersten "100 Tage Einsatz für mehr Gerechtigkeit" griff Schulz wohl anlässlich der bevorstehenden NRW-Wahl in die verstaubte Mottenkiste und zog die von geschlossenen Braunkohlegruben gescholtenen Arbeitnehmer ans Tageslicht. Mit der Zauberformel "dann schaffen wir Wohlstand für alle" setzte der SPD-Politiker dem Schauspiel das I-Tüpferlchen auf.

Nach der Saarland-Pleite und dem Schleswig-Holstein-Desaster könnte für Schulz auch in Nordrhein-Westfalen ein weiterer von den breiten Medien ans Firmament angehefteter Stern abstürzen. Die ganze SPD gleich mit. Sie hat sich zu 100% an Schulz gekettet.

Die für BILD (Dienstag) durchgeführte INSA-Umfrage zeigt die SPD in der Wählergunst nach einem Abrutschen um weitere 1,5 Punkte nur noch bei 27 Prozent. Die Union holte sich einen Punkt und landete derzeit bei 35 Prozent.

Den potenziellen Wählern scheint es langsam zu dämmern, dass die Hype-Kultur rund um Martin Schulz von den Medien erschaffen wurde. Wahlkampf-Slogans wie "Wohlstand für alle" sind offenkundig inhaltslose Versprechungen und zeugen von Konzeptlosigkeit und nicht von kompetenter und vor allem den Bürgern zugewandte Politik. "Fake-Promise" könnte die passende Bezeichnung dafür sein und "Bratwurst für alle" wäre wenigstens noch originell gewesen.

Gemeinsam schrieben die "Leit-" Medien Schulz als Kanzlerkandidaten und Messias in den Himmel und gemeinsam werden sie ihn auch wieder fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel.



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