Montag, den 24. Juli 2017

Gabriel warnt US-Regierung vor Russland-Annäherung


Außenpolitik -

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnte die US-Regierung vor einer zu weit gehenden Annäherung an Russland. Eine Entspannung sei wünschenswert, aber dies dürfe nicht auf Kosten Europas gehen.


Gabriel sieht Interessen Europas in Gefahr

Kreml

Nähe der USA zu Russland unerwünscht

Der neue Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte die USA davor, sich zu sehr an Russland anzunähern. Eine Entspannung zwischen beiden Weltmächten sei zwar wünschenswert, aber nicht auf Kosten Europas oder der Ukraine, wie Handelsblatt Online (Sonntag) berichtete.

Eine Entspannung zwischen Washington und Moskau sei gut für die Entwicklung in Syrien und der Ukraine sowie für Europa in Sachen Abrüstung, so Gabriel in der ARD. "Wir alle sollten hoffen, dass es zu Verabredungen zwischen Russland und den USA kommt. Bloß nicht zulasten der Ukraine oder zulasten Europas", so der SPD-Politiker. Gabriel gehe davon aus, dass die US-Regierung nach wie vor nach einer Strategie zu Russland suche.


Eine Annäherung Deutschlands an Russland erscheint ausgeschlossen?

Der Chef des einflussreichen Think Tanks STRATFOR, George Friedman, erklärte es auf der Pressekonferenz beim Chicago Council in unmissverständlich klaren Worten. Das Hauptinteresse der USA war bereits vor dem 1. Weltkrieg und auch nach dem 2. Weltkrieg während der Phase des Kalten Krieges, dass sich Deutschland und Russland nicht aneinander näherten. Beide Länder zusammen könnten für die USA zu einer ernsthaften Bedrohung werden. Darüber hinaus scheint die US-Administration gar nicht in der Kategorie Europa bzw. EU zu denken.



Die breiten Medien verzichteten natürlich auf eine ausgiebige Diskussion über diese nicht dem aktuellen Weltbild entsprechenden Ausführungen.



Bild: CC0 1.0 Universell

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