Euro-Schuldenkrise läßt deutsche Anleger nicht locker – Sicherheiten überwiegen
18. Januar 2012 um 6:49 Uhr - Thema Featured
Jeder dritte Anleger reagiert auf Schuldenkrise und zieht Konsequenzen
-Fast 30 Prozent der Deutschen ziehen aus den Börsenturbulenzen 2011 die Konsequenzen und legen jetzt mehr Gewicht auf Sicherheiten und umfangreiche Kenntnis auf die gewählten Anlageprodukte.
Das große "Bankenwackeln" und die andauernde Berichterstattung über die Schuldenkrise in Europa, eingeleitet durch den "Beinahe-Konkurs" von Griechenland, haben besonders die Privat- und Kleinanleger sehr verunsichert. Wer auf vermeintlich "absolut sichere" Geldanlagen setzte, wurde spätestens als Inhaber von griechischen Anleihepapieren eines Besseren belehrt. Renditechancen alleine sind nicht die Krone der Geldanlage. Wer noch zu Beginn 2011 einen zweistelligen Zuwachs in Aussicht hatte, steht jetzt womöglich vor einer großen "Null". Auch Anleger die keine Federn lassen mussten, sind inzwischen besorgter um die Sicherheiten zur gewählten Geldanlage. Bereits bei der Auswahl der geeigneten Anlage, informieren sich Anleger verstärkt über Konditionen und Eigenschaften, die für ein besseres Verständnis sorgen.
Bank of Scotland forschte in Zusammenarbeit mit dem Institut Forsa nach und befragte Anleger über deren Konsequenzen zur Schuldenkrise
Die europäische Schuldenkrise beeinflusst das Verhalten vieler Privatanleger in Deutschland: Fast ein Drittel der Bundesbürger (29 Prozent) hat bereits oder will künftig auf die massiven Schwankungen an den Börsen reagieren: 16 Prozent investieren ihr Geld heute anders als vor Beginn der Marktturbulenzen im Sommer 2011, weitere 13 Prozent planen, ihr Anlageverhalten künftig zu ändern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland. Demnach wollen 58 Prozent der Befragten alles beim Alten lassen, 13 Prozent machten keine Angaben. „Die Menschen sind verunsichert, wie es mit der Krise weitergeht und fürchten um ihre Ersparnisse. Bei der Geldanlage gewinnt der Sicherheitsaspekt deshalb enorm an Bedeutung“, sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland. So geben 53 Prozent der Sparer mit verändertem Anlageverhalten an, mehr Wert auf die Sicherheit ihrer Einlagen zu legen (Mehrfachnennungen möglich). Weitere 47 Prozent möchten nur noch Anlageprodukte nutzen, mit denen sie sich gut auskennen. Während 40 Prozent nur noch Geldanlagen mit kurzer Laufzeit planen, wollen 37 Prozent keine Produkte mehr kaufen, die mit der Börse zu tun haben. „Sicher, einfach, kurzfristig und börsenunabhängig – Tagesgeldkonten entsprechen genau den Anforderungen der Sparer in Deutschland an eine krisenfeste Geldanlage. Gut verzinst, können sie damit die Schuldenkrise ohne Verluste überstehen und darüber hinaus einen Ertrag erzielen, der über der Inflation liegt“, sagt Bertil Bos.

Reaktionen auf EU-Finanzkrise
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Besonders die Berliner und Rheinland-Pfälzer wollen die Schuldenkrise aussitzen. Der Vergleich der Bundesländer zeigt, dass vor allem die Einwohner von Nordrhein-Westfalen (23 Prozent) und Bremen (20 Prozent) ihr Anlageverhalten wegen der Schuldenkrise bereits geändert haben. Am seltensten aktiv geworden sind indes die Hamburger und Rheinland-Pfälzer (jeweils 9 Prozent). Pläne, künftig anders zu investieren, hegen vor allem die Bewohner Hessens, Hamburgs (jeweils 19 Prozent) und Bayerns (18 Prozent) überdurchschnittlich oft. Kaum Änderungsabsichten äußern hingegen die Menschen in Nordrhein-Westfalen, Berlin (jeweils 7 Prozent) und Schleswig-Holstein (9 Prozent). Die Einwohner von Berlin (72 Prozent), Rheinland-Pfalz (68 Prozent) und des Saarlands (65 Prozent) sehen am häufigsten keinen Handlungsbedarf, wegen der Finanzkrise aktiv zu werden und ihre Anlagestrategie zu ändern.
| Position | Bundesland | Prozent | |
| 1 | Nordrhein-Westfalen | 23 | |
| 2 | Bremen | 20 | |
| 3 | Thüringen | 19 | |
| 4 | Saarland | 18 | |
| 5 | Niedersachsen | 17 | |
| 6 | Sachsen | 16 | |
| 7 | Schleswig-Holstein | 15 | |
| 7 | Brandenburg | 15 | |
| 7 | Mecklenburg-Vorpommern | 15 | |
| 7 | Baden-Württemberg | 15 | |
| 7 | Hessen | 15 | |
| 12 | Sachsen-Anhalt | 13 | |
| 12 | Bayern | 13 | |
| 14 | Berlin | 12 | |
| 15 | Hamburg | 9 | |
| 15 | Rheinland-Pfalz | 9 | |
Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat die bevölkerungsrepräsentative Umfrage zu den Sparvorsätzen 2012 im Auftrag der Bank of Scotland im Zeitraum 25. Oktober bis 06. November 2011 durchgeführt. Befragt wurden 1.680 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.
Das BoS Tagesgeldkonto - Die BoS Festgeldanlage
Infos Bank of Scotland Tagesgeldkonto - Infos Bank of Scotland Festgeldkonto
Die Bank of Scotland belohnt die Eröffnung des Tagesgeldkontos seit dem 16.07.11 mit einem Bonus von 30,- Euro. Um vom Startguthaben Tagesgeld profitieren zu können, muss die Kontoeröffnung bis spätestens den 04.03.2012 erfolgen.
Das Tagesgeldangebot der Bank of Scotland nach wie vor auf hohem Niveau. 2,70% p.a.
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