Mittwoch, den 23. August 2017

EU-Kommission segnet Italiens Bankenrettung ab


Bankenkrise -

Die EU-Kommission gab Italien den Segen, die marode Bankenlandschaft mithilfe von Steuergeldern zu retten. Monte dei Paschi di Siena steht ganz oben auf der Liste.


Monte dei Paschi wird verstaatlicht

Europa Fetzen

Bankenrettungen unvermindert fortgesetzt

Das Retten der privaten Banken aus Steuermitteln innerhalb der EU geht munter weiter. Italien hat nun den Segen der EU, die schwer angeschlagene Monte dei Paschi di Siena mit einem Milliarden-Zuschuss vor der Abwicklung zu Retten. Die EU-Kommission setzt voraus, dass die italienische Traditionsbank auf langfristige Sicht profitabel arbeiten könne, wie faz.net berichtete. Vorab müsse aber die Last fauler Kredite in Milliardenhöhe abgenommen werden.

Lt. der Europäischen Zentralbank (EZB) weist Monte dei Paschi ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 8,8 Milliarden Euro auf. In Aussicht stehen Zuschüsse vom Staat in Höhe von 6 Milliarden Euro und die weiteren rund 2,8 Milliarden Euro von institutionellen Anlegern.

Italien richtete Anfang des Jahres ganz gegen die eigentlich geltende "Bail-In-Regelung" einen Bankenrettungsfonds von 20 Milliarden Euro ein, um die maroden italienischen Banken vor dem drohenden Zusammenbruch bewahren zu können.



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