Freitag, den 27. April 2018

Erfolgreiche Kapitalaufstockung für Unicredit


Bankenkrise -

Die italienische Unicredit fand für fast alle Aktien aus einem 13-Milliarden-Paket einen interessierten Käufer. Die Kapitalaufstockung gilt als ein voller Erfolg. Das Vertrauen der Investoren scheint sehr groß zu sein und Anlass dafür gibt es schließlich.


Unicredit brachte Gegengewicht für faule Kredite auf

Banken

Größte Risiken wurden vorerst abgewendet

Die größte Bank Italiens scheint es geschafft zu haben, sich für eine weitere Zeit über Wasser zu halten. Die Unicredit emittierte ein Aktienpaket in einem Volumen von 13 Milliarden Euro und die Investoren zeigten sich durchaus interessiert. Mit 99,8 Prozent sind fast alle Unicredit-Anteilsscheine über die Theke gegangen.

Unicredit braucht aufgrund der enorm großen Ansammlung fauler Kreditpapiere dringend eine Kapitalaufstockung. Andernfalls könnte die Großbank von einer losgetretenen Welle platzender Kredite in den Abgrund gerissen werden. Die Ausgabe eines neuen Aktienpakets verhalf die italienische Bank aus dem Gröbsten heraus.


Unendliches Vertrauen der Investoren?

Zuversicht und Vertrauen der Investoren müssen relativ groß sein. Gilt doch in der EU die "Bail-In-Regel", bei der im Falle einer Bankenpleite die Investoren für den Verzicht an vorderster Front stehen. Allerdings dürfte das größte Vertrauen der Investoren in der Politik Roms und Brüssels zu stecken.

Für die Unterstützung der weiteren Problembank Monte dei Paschi de Siena vollzog die italienische Regierung mit Segen der EU-Kommission durch die Schaffung eines steuerfinanzierten Rettungsfonds kurzerhand eine "Regel-Beugung". Bevor die Bail-In-Regel erstmalig vollzogen wurde, setzte man die eigentlich untersagte Bail-Out-Regel (Schutz für Investoren, Last für Steuerzahler) wieder in Kraft. Dieses leuchtende Beispiel der willkürlichen Regelaussetzung dürfte die größte Motivation für den Kauf der Unicredit-Papiere gewesen zu sein.



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