Dienstag, den 12. Dezember 2017

Deutsche Export-Unternehmen sehen US-Strafzölle gelassen


Außenhandel -

Die Mehrheit der deutschen Export-Unternehmen geht von relativ geringen Folgen aus, wenn die USA die Handelsbarrieren anhebt oder neue Zölle einführte. Dennoch würde mehr als ein Drittel der in den USA tätigen Firmen die Produktion vor Ort ankurbeln.


Deutsche Exportunternehmen wappnen sich gegen Strafzölle

Industrie

USA erwägen Einführung neuer Zölle

Wenn die USA für den Import von Waren bestehende Zölle anhebt und neue Zölle einführt, werde dies auf die Umsätze der deutschen Export-Industrie nur eine geringe Auswirkung haben, so die mehrheitliche Einschätzung der vom Münchner ifo-Institut befragten Unternehmen. Nur wenige Firmen würden eine Verlagerung der Produktionen in die USA in Erwägung ziehen.

Die USA werden lt. der Meinung von 45 Prozent der befragten Unternehmen voraussichtlich neue Zölle einführen und 36 Prozent rechnen mit einer Erhöhung der schon bestehenden Zölle. 37 Prozent erwarten die Schaffung anderer Handelsbarrieren und 28 Prozent gehen von keinen Änderungen aus (Mehrfachnennungen möglich).

"Die Firmen reagieren aber relativ gelassen darauf. Nur 18 Prozent erwarten als Folge einen Umsatzrückgang, 6 Prozent eine Steigerung, aber 76 Prozent keine Änderung", so der Leiter des ifo Zentrums für Außenwirtschaft, Gabriel Felbermayr.

Von den befragten Unternehmen gaben 46 Prozent an, in die USA zu auszuführen. Anteilig sehen 21 Prozent dieser Firmen eine Auslagerung diverser Produktionen in die USA als eine Möglichkeit. Rund 7 Prozent der bereits in den USA tätigen Firmen werden voraussichtlich eine zusätzliche Niederlassung in den USA gründen. Unterm Strich werden fast 28 Prozent der in den USA bereits tätigen Unternehmen vor Ort die Wertschöpfung anheben.

Mit 38 Prozent führte mehr als ein Drittel der deutschen Industrie-Unternehmen die USA als wichtigen oder sehr wichtigen Exportmarkt an.



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