Montag, den 26. Juni 2017

Bundesregierung reformierte zugunsten der reichsten 30%


Bundesregierung -

Reformen an Steuern und Sozialabgaben in den Jahren 1998 bis 2015 brachten für die Menschen im unteren bis durchschnittlichen Einkommensbereich Mehrbelastungen. Die reichsten 30 Prozent wurden im gleichen Zeitraum entlastet.


Bundesregierung reformierte für die Vermögenden

Armut trotz Rente

Bundesregierung schustert Vermögen den Vermögenden zu

Sind die Belastungen für die Bevölkerung der Bundesrepublik durch Steuern und Abgaben zu hoch? Die Bundesregierung hatte in der Vergangenheit schon mehrfach die Initiative ergriffen, um die einzelnen Lasten anders zu verteilen. Dabei seien die Steuern in der Bundesrepublik im europäischen Vergleich gar nicht so hoch, wie Katja Rietzler, Expertin für Steuer- und Finanzpolitik am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler Stiftung feststellte.

Das gilt allerdings nur für den Blick auf das gesamte Feld. Der Blick auf die Details gibt jedoch eine sehr ungleiche Verteilung der Steuerlast Preis. Alleinstehende Durchschnittsverdiener werden in der Bundesrepublik demnach steuerlich stärker belastet als in vielen anderen europäischen Ländern. Bezieht man noch die Sozialabgaben mit ein, so liegt die Bundesrepublik bei der steuerlichen Belastung einer vierköpfigen Familie mit durchschnittlichem Einkommen im Mittelfeld. Die Belastung eins Alleinstehenden mit Durchschnittsverdienst durch Steuern und Sozialabgaben ist dagegen hoch.

Die Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben zwischen den Jahren 1998 und 2015 brachten für Haushalte mit niedrigem und mittleren Einkommen eine zusätzlich Belastung. Für die reichsten 30 Prozent waren dagegen Entlastungen vorgesehen. "Steuer- und Abgabenreformen seit 1998 haben nur die reichsten 30 % entlastet", so das IMK.



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