Sonntag, den 20. August 2017

Bundesbank-Ökonomen korrigieren BIP-Prognose 2017 nach oben


Konjunktur -

Im Juni 2017 sehen die lokalen und globalen wirtschaftlichen Bedingungen etwas anders aus als im vergangenen Dezember. Prompt mussten die Bundesbank-Ökonomen ihre BIP-Prognose korrigieren. In dieser Revisions-Runde ging die Werte nach oben.


Einschätzungen zur genommenen Momentaufnahme

Kristallkugel

Der treffsichere Blick in die Zukunft

Die Ökonomen der Deutschen Bundesbank gehen von einem weiter anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung in der Bundesrepublik aus. Das kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte nach Schätzung der Analysten bis Ende 2017 um 1,9 Prozent gestiegen sein. Im nächsten Jahr legt das BIP voraussichtlich um 1,7 Prozent und im Jahr 2019 um 1,6 Prozent zu. Gegenüber der vergangenen Prognose im Dezember vergangenen Jahres korrigierten die Bundesbank-Ökonomen ihre Einschätzungen somit nach oben.

Eine Revision sei notwendig geworden, da sich die weltweiten Handelsaktivitäten besser erholten als vorher eingeschätzt. "Die derzeitige konjunkturelle Grundtendenz ist noch etwas kräftiger als zuvor angenommen", so die Wirtschaftsexperten. Der deutsche Export könne daher auch im kommenden Jahr von einem stärkeren Wachstum ausgehen.

Die Auftragslage sei derart gut, dass die Unternehmen zunehmend mit Fachkräftemangel zu kämpfen hätten. Die bisher "arbeitsmarktorientierte Zuwanderung insbesondere aus anderen EU-Ländern" habe die Anspannung am deutschen Arbeitsmarkt gemildert. Am Arbeitsmarkt dürften sich zunehmend Angebotsengpässe bemerkbar machen, so die Bundesbank-Analysten.


Verbraucherpreise werden sprunghaft ansteigen

In der Bundesrepublik werden nach heutiger Sicht die Verbraucherpreise vorerst sprunghaft steigen. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex gemessene Inflationsrate werde von 0,4 Prozent im Jahr 2016 auf 1,5 Prozent im Jahr 2017 ansteigen. Im kommenden Jahr dürfte die Inflationsrate auf 1,4 Prozent abfallen, dafür aber im Jahr 2019 auf 1,8 Prozent steigen. Auch an diesem Punkt mussten die Bundesbank-Ökonomen ihre im Dezember aufgestellten Prognosen korrigieren.

Dafür haben die Wirtschaftswissenschaftler die Risiken parat, die für eine erneute Korrektur sorgen könnten. Diese lägen im internationalen Umfeld. Mögliche protektionistische Maßnahmen könnten das Wachstum in der Bundesrepublik schwächen. Der ansteigende Preisdruck aufgrund des globalen Wettbewerbs könnte die Gewinne der deutschen Unternehmen senken.

Wie immer gelten die aktuellen Prognosen nur solange bis die Entwicklungen von der genommenen Momentaufnahme ein wenig abweichen.



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