Donnerstag, den 19. Oktober 2017

BRD-Schuldenquote in 2016 bei 68,3%


Schuldenabbau -

Schuldenquote der Bundesrepublik konnte im Jahr 2016 erneut reduziert werden. Das Maastricht-Kriterium von maximal 60 Prozent des BIP wurde allerdings noch nicht eingehalten.


Schuldenquote 2016 auf 68,3 Prozent gesunken

Vorsorge

Maastricht wird nach wie vor nicht eingehalten

Der Schuldenberg der Bundesrepublik ist im Jahr 2016 auf 2,14 Billionen Euro gesunken. Ein Rückgang um 18 Milliarden Euro. Damit verminderte sich die Schuldenquote gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 68,3 Prozent, so die Deutsche Bundesbank am Freitag.

Der bisherige Höchststand der BRD-Schulden wurde im Jahr 2012 erreicht und lag um 65 Milliarden Euro höher als zum Stand Ende 2016.

Gegenüber dem Vorjahr sank die Schuldenquote um 2,9 Prozentpunkte und wurde vielmehr durch den Wirtschaftswachstum angetrieben als durch den Abbau von Schulden. Den größten Beitrag leisteten Bund und Länder. Die Schulden der Gemeinden und Sozialversicherungen blieben annähernd auf gleichem Niveau.

Kaum negativen Einfluss hatten im Jahr 2016 die Finanzen der geschaffenen öffentlichen "Bad Banks". Deren Schuldenstand entwickelte sich lt. Bundesbank "mehr oder weniger seitwärts". Die Einrichtung der neuen von Steuerzahlern getragene "Bad Bank" zur Entlastung der HSH Nordbank kompensierte weitgehend den Schuldenabbau der weiteren bestehende "Bad Banks".

Die Stützung der deutschen Finanzinstitute beanspruchte im Jahr 2016 insgesamt 226 Milliarden Euro (bzw. 7,2 % des BIP). Die Hilfsleistungen für EWU-Länder betrugen im Jahr 2016 unverändert 88 Milliarden Euro (bzw. 2,8 % des BIP).

Das Abkommen nach Maastricht für die Euro-Mitgliedsländer sieht eine maximale Schuldenquote von 60 Prozent des BIP vor.



Bild: CC0 1.0 Universell

GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Migration: Ausreisepflicht ist unverbindlich
Migration: Ausreisepflicht ist unverbindlich

Migrationskrise - In den ersten fünf Monaten im Jahr 2017 wurden bei mehr als 50.000 Zugewanderten die Ausreiseverpflichtung zurückgezogen und stattdessen eine Aufenthaltsgenehmigung... 

Elektronischer Personalausweis soll dauerhaft lesbar sein
Elektronischer Personalausweis soll dauerhaft lesbar sein

Datenschutz - Der elektronische Personalausweis erfüllt nicht seinen von der Bundesrepublik angedachten Zweck. Der große Zuspruch der Bevölkerung blieb aus. Deshalb soll... 

Bild: Public Domain BRD, Bundesministerium des Innern
Armut unter Kindern in 2016 noch mehr verbreitet
Armut unter Kindern in 2016 noch mehr verbreitet

Gesellschaft - In der Bundesrepublik hat sich die Armut unter Kindern und Jugendlichen weiter verbreitet. Trotz des Wirtschaftsaufschwungs mit dem stets erklärten Vorteilen... 

Hat Bundesregierung mit Armutsentwicklung nichts zu tun?
Hat Bundesregierung mit Armutsentwicklung nichts zu tun?

Bundesregierung - Der neue Armuts- und Reichtumsbericht im Jahr 2017 enthält viel Zündstoff. Verfechter der Theorie eines rein "postfaktischen" Effekts sollten nun schweigen.... 


  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf
Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf

US-Konjunktur - Die US-Notenbank Federal Reserve weicht die selbst gesetzten Kritieren für eine weitere Zinsanhebung auf. Nachdem der Währungshüter keine Erklärung für... 

Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen
Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen

Zwangsgelder - Traumgehälter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Derlei hohe Einkommen sorgen offenbar für die erwünschte Linientreue besonders in der Abteilung... 

DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich
DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich

Arbeitsmarkt - Die verstärkte Zuwanderung von Menschen in die Bundesrepublik werde nicht nur Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, sondern sei lt. DIW sogar dringend... 

2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität
2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität

Konjunktur - Erneut stieg die Zahl der Beschäftigten auf ein neues Rekordhoch. Im zweiten Quartal stieg die Erwerbstätigenzahl auf mehr als 44 Millionen Menschen. Über die... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)