Montag, den 23. Oktober 2017

BKA: 2016 stark gestiegene Zahl von Gewalttaten


Kriminalität -

Die Zahl der Gewalttaten stieg lt. BKA-Bericht im Jahr 2016 deutlich an. Besonders auffällig sind die hohen Zuwachsraten bei den Delikten Körperverletzung, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und "politisch motivierte" Straftaten.


Mehr als 6,3 Millionen Straftaten im Jahr 2016

POLIZEI

52,7 % mehr tatverdächtige Zuwanderer

Am Montag veröffentlichte das Bundeskriminalamt (BKA) die Zahlen zu den im Jahr 2016 begangenen Straftaten. Besonders auffällig: Die Gewaltkriminalität nahm deutlich zu. Demnach stiegen die Delikte Mord und Totschlag im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent an. Mit plus 12,8 Prozent einen ebenfalls sehr hohen Anstieg wurde in den Bereichen sexuelle Nötigung und Vergewaltigung festgestellt. Das BKA zählte 9,9 Prozent mehr Fälle der gefährlichen und schweren Körperverletzungen.

Rückläufig waren dagegen die Delikte in der Sparte Haus- und Wohnungseinbrüche. Die Zahl ging um 9,5 Prozent zurück.

Im vergangenen Jahr wurden 174.438 "tatverdächtige Zuwanderer" gezählt, ein Plus um 52,7 Prozent.

Wie bereits Welt am Sonntag berichtete, nahm die sog. politisch motivierte Gewalt ebenfalls deutlich zu. Im Jahr 2016 registrierte das BKA 23.555 Straftaten, welche dem Rechtsextremismus zugeschrieben wird (+2,6 %). Von Linksextremen wurden demnach 9.289 Straftaten verübt (-2,2 %). In der Kategorie Ausländerkriminalität nahmen die Gewalttaten (3.372) gegenüber 2015 um 66,5 Prozent zu.

Insgesamt registrierte die Polizei 6.372.526 Straftaten, bzw. 0,7 Prozent mehr als im Jahr 2015. Blieben die den Ausländerrecht betreffenden Straftaten unberücksichtigt (z.B. illegale Einreise), würde die Zahl der verübten Straftaten um 0,7 Prozent auf 5.884.815 Straftaten zurückgegangen sein. Die Kriminalitätsrate ist angesichts der angestiegenen Bevölkerungszahl auf 7.161 Fälle (2015: 7.301) pro 100.000 Einwohner gefallen.

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Was sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) u.a. dazu? "Hier ist etwas ins Rutschen geraten".



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