AWD mit Sammelklage in Österreich konfrontiert
15. Juli 2010 um 3:48 Uhr - Thema Featured, Geldanlagen
Salzburg - Gemäß einer Meldung des österreichischen Verbraucherdienstes Marktfokus (www.marktfokus.at) droht dem deutschen Finanzdienstleister AWD eine Verurteilung bei Schadenersatzklagen vor dem Handelsgericht Wien. Nachdem viele Österreicher ihr sauer Erspartes bei Investments in vorgeblich sicheren Aktien verloren haben, dürfen die Geschädigten nun gemeinsam gegen den Verkäufer AWD klagen. Das Handelsgericht Wien erlaubte erneut eine Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI, www.konsument.at) gegen den renommierten Finanzdienstleister. Der VKI wirft der Swiss-Life-Tochter mit Sitz in Hannover vor, die Anleger vorsätzlich falsch beraten zu haben. Über das enorme Risiko dieses Investments sollen die Sparer getäuscht worden sein.
Insgesamt geht es um etwa 2500 Betroffene, denen AWD-Berater zwischen 1999 und 2007 Aktien der Immobiliengesellschaften Immoeast und Immofinanz verkauft hatten. Die AWD-Berater hätten fest zugesagt, dass das Geld "so sicher wie auf dem Sparbuch" angelegt sei. Nicht zuletzt während der Wirtschaftskrise büßten die Aktien jedoch den Großteil ihres Wertes ein. "Aus logistischen Gründen habe man die Geschädigten in fünf Sammelklagen aufgeteilt", äußert sich VKI-Sprecher Peter Kolba.
Der bezifferte Streitwert liegt bei 40 Millionen EURO.
Der AWD bestreitet die Vorwürfe und betont seinen Aufklärungs- und Beratungspflichten nachgekommen zu sein.
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