Freitag, den 18. August 2017

Arbeitsmarkt: Integration Migranten funktioniert nicht


Migrationskrise -

Die Integration der Migranten und Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt funktioniert nicht wie "erdacht". BDI-Chef Kempf fordert nun eine Trennung zwischen Asylrecht und gesteuerter Zuwanderung.


Flüchtlinge können Fachkräftemangel nicht ausgleichen

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Erfolgreiche Integration auf dem Reißbrett

So langsam scheint Ernüchterung die Oberhand zu gewinnen. Die Vertreter der deutschen Industrie jammern über Fachkräftemangel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz erklärte im Juni 2016, dass was die Flüchtlinge zu uns bringen, wertvoller als Gold sei. Was auch immer Schulz gemeint haben könnte, die qualifizierte Fachkraft wird es wohl nicht sein.

Die Integration der Migranten und Flüchtlinge klappt nicht so recht, wie es sich die Befürworter des massenhaften Zustroms von Migranten und Flüchtlingen ausgemalt hatten. BDI-Präsident Dieter Kempf kam zur Einsicht: "Tatsächlich reicht die Qualifikation vieler Flüchtlinge nicht aus, um den Fachkräftemangel zu lindern", so WAZ. Es sei mühsamer, als manche denken, so Kempf mit Blick auf die von Arbeitsmarktforschern präsentierte Schätzung, dass rund die Hälfte der Flüchtlinge innerhalb der ersten fünf Jahre eine Arbeitsstelle finden.

Zu einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt seien ausreichende Sprachkenntnisse die Voraussetzung. Die notwendige Kenntnis zu erwerben sei "eher eine Frage von Jahren als von Monaten". Erst im Anschluss sei es den Unternehmen möglich, den Migranten und Flüchtlingen durch Einstiegsqualifikationen und Praktika den Beginn einer Ausbildung zu ermöglichen.

Von der Bundesregierung fordert der BDI-Präsident nun eine Trennung der Themen Asylrecht und gesteuerte Zuwanderung. Die im Herbst 2015 vom BDI "erkannte" Chance für die Beseitigung des Fachkräftemangels inklusive einer Herabstufung der Qualitätsanforderung ist damit überholt.



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