Freitag, den 23. Juni 2017

Arbeitslosenquote April 2017 ohne „irreguläre Einflüsse“ gesunken


Konjunktur -

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im April 2017 weiter an. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote weiter ab, allerdings nur nach der Bereinigung um die saisonalen und "irregulären" Einflüsse.


Nominal stieg die Arbeitslosenzahl im April 2017 an

Bundesregierung

Arbeitlose: Statistische Schönrechnerei

Lt. den vorläufigen Berechnungen der Statistikbehörde Destatis waren im April 2017 655.000 Menschen mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Mit dem Anstieg um 1,5 Prozent erhöhte sich die Anzahl der Erwerbstätigen demnach auf 43,9 Millionen Menschen.

In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr ebenfalls 1,5 Prozent. Die Zahl der Erwerbslosen lag im April 2017 um 6.000 Menschen höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen im April 2017 um 134.000 Menschen bzw. um 0,3 Prozent an.

Offiziell betrug die Zahl der Erwerbslosen in der Bundesrepublik 1,78 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vormonat nahm die Erwerbslosenzahl um 83.000 Menschen bzw. um 4,7 Prozent zu. Die offizielle Zahl der Erwerbslosen sinkt nach Bereinigung um saisonale und "irreguläre Einflüsse" auf 1,69 Millionen Menschen und lag damit um 2.000 niedriger als im Vormonat. Im April 2017 lag die bereinigte Erwerbslosenquote bei 3,9 Prozent.

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Saison und "irreguläre Einflüsse" ergeben somit einen Unterschied von 85.000 Erwerbslosen. Um welche Einflüsse es sich handelte, gab Destatis jedoch nicht Preis. Da die statistische Einflüsse wie Alter, Fortbildungsmaßnahmen, Langzeitarbeitslosigkeit, etc., ohnehin schon eine feste Größe zur Beschönigung der Arbeitslosenzahlen sind, könnten die "irreguläre Fälle" mit der anhaltenden Migration in Verbindung gebracht werden.



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