Dienstag, den 17. Oktober 2017

2% Inflation April 2017: Auf hohes Niveau eingependelt


Konjunktur -

Die Inflation hat sich in den ersten vier Monaten im Jahr 2017 auf ein höheres Niveau eingependelt. Im April 2017 lag der Verbraucherpreisindex um 2,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Energie- und Lebensmittelpreise zogen besonders stark an.


Inflation liegt auf der Linie des EZB-Wunschwertes

Preissteigerungen

Konsumenten müssen höhere Preise bezahlen

Die Preise für die Konsumenten sind im April 2017 nach endgültig vorliegenden Zahlen um 2,0 Prozent gestiegen, so die Statistikbehörde Destatis. Die Inflation (gemessen am Verbraucherpreisindex) bewegt sich somit bereits seit vier Monaten in der Nähe des Wunschwertes der Europäischen Zentralbank (EZB).

Im Februar lag die Inflationsrate bei 2,2 Prozent und im März 1,6 Prozent. Bereits im Januar erreichte die jährliche Teuerungsrate 1,9 Prozent.

Gegenüber dem März blieb der Verbraucherpreisindex im April 2017 unverändert.

Energiepreise waren wie auch schon die Monate zuvor die größten Antreiber der steigenden Rate. Gegenüber dem April des vergangenen Jahres lagen die Energiepreise im April 2017 um 5,1 Prozent höher. Leichtes Heizöl verteuerte sich auf Jahressicht um 30,1 Prozent, Kraftstoffe um 10,6 Prozent. Die gesamte Sparte der Mineralölprodukte war im April um 14,3 Prozent teurer. Die Strompreise stiegen um 1,1 Prozent, während die Kosten für Erdgas um 3,4 Prozent sanken.

Ohne Einbezug der gesamten Energie läge die Inflationsrate im April 2017 bei 1,7 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen im April 2017 (gegenüber April 2016) um 1,8 Prozent an. Vor allem die Preise für Speiseöle und Speisefette beanspruchten die Haushaltskassen mit einem Anstieg um 15,8 Prozent besonders stark. Butter war im April 2017 um 34,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Weitere deutliche Preisanstiege wurden bei den Lebensmittelsparten Molkereiprodukte (5,0 %), Fisch und Fischwaren (3,8 %), Obst (2,5 %) und Fleisch sowie Fleischwaren (1,9 %) festgestellt.

Für die Waren allgemein lagen die Preise um 2,2 Prozent höher. Deutlich teurer waren pharmazeutische Erzeugnisse (3,3 %), Tabakwaren (4,0 %), Spielzeug und Hobbywaren (4,5 %) sowie Schmuck und Uhren (4,8 %). Die Preise für Geräte der Unterhaltungselektronik lagen um 4,9 Prozent niedriger.

Die Netto-Kaltmiete lag im April 2017 um 1,7 Prozent höher.



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